Rollhockey
Eine Kugel, Rollschuhe und ein Schläger - das sind die Hauptzutaten für eine der schnellsten Mannschaftssportarten der Welt! Bereits seit über 50 Jahren jagen unsere Spieler/innen der Hartgummikugel hinterher und können auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken.
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Auch ohne Titel: SG will Saison-Happy End
Der Gewinn des Südpokals? Nicht mehr möglich. Eine erfolgreiche Spielzeit? Immer noch in Reichweite. Die SG Konstanzer REC / ESV Ansbach hat vor dem letzten Akt des neueingeführten Südpokals keine Chance mehr auf Platz 1. Während anders als im Vorjahr dieses Mal die Konkurrenz aus Schweinfurt feiern darf, hat die Süddeutsche Spielgemeinschaft nach wie vor Rang 2 fest im Blick.
Die SG geht mit einem komfortablen Vorsprung in den abschließenden Turniertag. Im Baden-Württembergischen Gottmadingen könnte nur noch der Vierte aus Frankfurt überraschend dazwischen grätschen. Die Hessen haben sich mittlerweile von einem Kellerkind zu einer durchaus konkurrenzfähigen Mannschaft gemausert. Im Fokus stehen folglich die beiden direkten Aufeinandertreffen.
5.Spieltag in Gottmadingen:
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach : TGS Vorwärts Frankfurt
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach : RRV Gottmadingen
RRV Gottmadingen : TGS Vorwärts Frankfurt
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach : TGS Vorwärts Frankfurt
Südamerikanischer Flair in Mittelfranken - nächster Titel für ESV-Frauen
Dieses Mal durften die Sektkorken knallen. Ein Jahr nach Platz 3 haben sich die Frauen des RRV Gottmadingen punktverlustfrei die Meisterschaft in der 2.Rollhockey-Damenbundesliga gesichert. Der entscheidende Schritt zum Titel, welcher an diesem Wochenende Realität wurde, bildete bereits Mitte Juni ein 6:4-Auswärtssieg beim Zweiten RSC Harz. Großen Anteil am Erfolg hatten dabei auch die beiden Ansbacherinnen Angela Sturm (27) und Sara Martinez (17), die - nach der letztjährigen Regionalliga-Meisterschaft mit dem ESV Ansbach - den nächsten Titel feiern durften.
Während Torhüterin Sturm ihre Erfahrung aus ihrer Zeit in der 1.Damen-Bundesliga und dem Europapokal einbringen konnte, ist es für Martinez ein weiteres Kapitel ihrer noch jungen, aber ereignisreichen Karriere.
Die Kolumbianerin entdeckte Rollhockey bereits mit sieben Jahren für sich. Jenseits des Äquators wurde sie am örtlichen Skatepark auf den Sport aufmerksam und verliebte sich insbesondere aufgrund der Schnelligkeit (Rollhockey gilt nach wie vor als einer der schnellsten Teamsports der Welt) sofort. Gleich in zwei Teams südlich der Hauptstadt Medellín jagte Martinez in der Folge der Hartgummikugel hinterher – mit Erfolg. 2021 folgte mit der kolumbianischen Meisterschaft das erste Karrierehighlight.
Erste Erfahrung in Europa, Auswahlteams und weitere Erfolge
Die erste Auslandserfahrung ließ nicht lange auf sich warten. Mit ihrem Verein Sabaneta Hockey Club ging es auf Einladung auf die iberische Halbinsel, um sich mit der dortigen Konkurrenz zu messen – darunter Schwergewichte aus den spanischen Rollhockeyhochburgen Voltrega, Barcelona und Gijon. Zurück in Kolumbien zahlten sich diese internationalen Kräftemessen schnell aus. Martinez sicherte sich mit ihrem Team sowohl 2023 als auch 2024 die nächsten nationalen Titel. Die Klasse von Martinez blieb auch den Auswahltrainern nicht verborgen. Der Berufung in die Regionalauswahl Antioquias folgte der Sprung in den erweiterten Kader der kolumbianischen U-20 Nationalmannschaft.
Mit dem familienbedingten Umzug nach Deutschland öffnete sich für Martinez ein neues Kapitel. Seit zwei Jahren geht es für die 17jährige einmal pro Woche mit dem Zug aus Erlangen ins Rollhockeytraining des ESV Ansbach, um ihrem Sport weiter die Treue zu halten - und ihre bisherige Erfolgsstory fortzuschreiben.
Plötzlich Jäger - SG will Meisterschaft offen halten
So schnell kann es gehen. Mit sechs Punkten Vorsprung im Gepäck hatte die SG Konstanzer REC / ESV Ansbach Ende April noch die Rückreise vom Turnierspieltag in Darmstadt angetreten. Rund zwei Monate später und zwei spielfreien Turniertagen geht der amtierende Regionalliga-Meister als Jäger in den Saisonendspurt. Die SG muss also liefern, wenn sie die Premierensaison des neugeschaffenen Südpokals für sich entscheiden will.
Der stärkste Konkurrent ERV Schweinfurt war während des Bayerisch-Baden Württembergischen-„Frühlingsschlafs“ alles andere als untätig geblieben. Mit gleich drei zweistelligen (!) Kantersiegen hatten die Unterfranken die Konkurrenz auf heimischer Bahn deklassiert und sich dadurch vorerst an die Tabellenspitze gesetzt. Die SG sollte also gewarnt sein. Mut macht das erste Aufeinandertreffen vor wenigen Wochen, als man sich mit 5:4 gegen den ERV durchsetzen konnte.
Trotz des bevorstehenden Spitzenspiels sollte der Blick durchaus auch nach hinten gerichtet sein. Während die Bundesliga-Reserve aus Darmstadt (ebenfalls 9 Punkte) bereits alle Partien bestritten hat und aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs definitiv hinter der SG landen wird, hat insbesondere Vorwärts Frankfurt (6 Punkte) noch alle Chancen auf die Vize-Meisterschaft. Der noch punktlose Tabellenletzte Gottmadingen muss derweil schon eine Aufholjagd starten, um an die Vorjahreserfolge anzuknüpfen.
4.Spieltag in Konstanz:
RRV Gottmadingen : ERV Schweinfurt
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach : RRV Gottmadingen
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach : ERV Schweinfurt
ERV Schweinfurt : RRV Gottmadingen
Rollhockey-Südpokal:
Platz | Verein | Spiele | Punkte | Tore | Tordifferenz |
1. | ERV Schweinfurt | 5 | 12 | 47:11 | +36 |
2. | SG Konstanzer REC / ESV Ansbach | 3 | 9 | 18:8 | +10 |
3. | SGR Darmstadt II | 8 | 9 | 42:54 | -12 |
4. | TGS Vorwärts Frankfurt | 5 | 6 | 17:37 | -20 |
5. | RRV Gottmadingen | 3 | 0 | 11:25 | -14 |
Traumstart für Regionalliga-Meister – SG dreht in Darmstadt auf
Das nennt man einen Auftakt nach Maß. Die SG Konstanzer REC / ESV Ansbach ist mit drei Siegen in den neu geschaffenen Südpokal gestartet und grüßt somit vorerst von der Tabellenspitze. In Darmstadt zeigte der letztjährige Regionalliga-Meister dabei echte Nehmerqualitäten. Sowohl ein 1:3-Pausenrückstand gegen die Gastgeber als auch eine Schweinfurter Schlussoffensive wurden erfolgreich gemeistert. Die SG hat damit den Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt, wird aber aufgrund von zwei aufeinanderfolgenden, spielfreien Turniertagen erst Anfang Juli wieder in das Geschehen eingreifen.
Eine muntere Partie auf Augenhöhe lieferte sich die Bayerisch-Baden-Württembergische Auswahl mit den Hausherren aus Darmstadt – einzig zeigte sich die SGR II auf eigener Bahn zunächst effektiver. Trotz eigener guter Chancen liefen die Gäste nach Emilia Barcals verwandelten Sechsmeter (19.) einem 1:3-Pausenrückstand hinterher. Die Gäste münzten nach dem Wechsel ihren guten Auftritt auch endlich in Zählbares um. Nachdem Sascha Nonn mit einem Doppelpack (25./29.) für den Ausgleich gesorgt hatte, drehte der ehemalige Jugendnationalspieler Fabian Nonn erstmals an diesem Tag auf und schraubte das Ergebnis binnen weniger Minuten (30./35./37./38.) auf 7:3 hoch.
Kein Derby ohne Spektakel gilt mittlerweile für das Aufeinandertreffen mit dem ERV Schweinfurt. Eine Hauptrolle in der Anfangsphase spielte zunächst Ansbachs Bastian Goldhausen. Fälschte er in der zweiten Minute noch eine Schweinfurter Hereingabe unglücklich zum 0:1 (2.) ins eigene Gehäuse ab, bewies der Routinier nur wenige Minuten später Nervenstärke und stellte auf engem Raum auf 2:1 (6.). Schweinfurt presste gewohnt hoch, verpasste es aber zunächst, dies in echte Großchancen umzuwandeln. Die SG-Offensive zeigte sich auf der anderen Seite weiter torhungrig. Mit 4:2 zu Gunsten der Spielgemeinschaft ging es in die Kabine. Erwartungsgemäß erhöhten die Unterfranken nochmals den Druck auf den gegnerischen Spielaufbau. Der ERV belohnte sich zunächst mit einem Doppelschlag (32./34.) zum 4:4-Ausgleich, ehe Sascha Nonn drei Minuten vor dem Abpfiff zum umjubelten Siegertreffer einnetzte.
Das „Rückspiel“ gegen Darmstadt erwies sich zum Abschluss überraschend als klare Angelegenheit. Bereits im ersten Abschnitt stellten die Gäste die Weichen mit 5:1 auf Sieg. Fabian Nonn mit seinem elften (!) Treffer des Tages setzte in einer ereignisarmen zweiten Hälfte nur noch den Schlusspunkt (30.).
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach:
Kaas (Tor), Nonn S. (6), Nonn F. (11), Nonn P., Kischmeroff, Martinez, Goldhausen (1)
Ergebnisse:
SGR Darmstadt II 3:7 SG Konstanzer REC / ESV Ansbach
ERV Schweinfurt 4:5 SG Konstanzer REC / ESV Ansbach
SGR Darmstadt II 3:5 ERV Schweinfurt
SG Konstanzer REC / ESV Ansbach 6:1 SGR Darmstadt II
Tabelle Südpokal 2026:
Platz | Verein | Spiele | Punkte | Tore | Tordifferenz |
1. | SG Konstanzer REC / ESV Ansbach | 3 | 9 | 18:8 | + 10 |
2. | ERV Schweinfurt | 2 | 3 | 9:8 | + 1 |
3. | REV Gottmadingen | 0 | 0 | 0:0 | +/- 0 |
4. | TGS Vorwärts Frankfurt | 0 | 0 | 0:0 | +/- 0 |
5. | SGR Darmstadt II | 3 | 0 | 7:18 | - 11 |
Saisonstart führt SG nach Hessen
Die SG Konstanzer REC / ESV Ansbach greift wieder an. Rund neun Monate nach dem Meistertitel in der Rollhockey-Regionalliga Süd, startet die Spielgemeinschaft in den „Südpokal“ 2026. Zum Auftakt der Turnierserie geht es zur Bundesliga-Zweitvertretung der SGR Darmstadt.
Die Hessen sind nach einem Jahr Pause wieder eigenständig im Spielbetrieb unterwegs und bilden vor dem ersten Abpfiff die große Unbekannte im Teilnehmerfeld. Eine nicht unwesentliche Rolle dürfte spielen, wieviele Erstligaspieler gegebenenfalls in der Darmstädter Reserve aushelfen werden. Diese schafften in der abgelaufenen 1.Rollhockey-Bundesliga Saison immerhin den Sprung in die Viertelfinal Play-Offs. Für Sonntag stehen sowohl das Hin- als auch bereits das Rückspiel zwischen den Gastgeber und der Baden Württembergisch-Bayerischen-Auswahl auf dem Plan.
Auf Wiedergutmachung aus ist mit dem ERV Schweinfurt der weitere Gegner am kommenden Wochenende. Die Unterfranken mussten sich in der abgelaufenen Regionalliga-Saison in beiden Partien (3:4 / 2:6) überraschend gegen die SG geschlagen geben. Trotz der verpassten Titelverteidigung durfte der Gewinn des neu ausgetragenen Südpokals nur über den ERV gehen. Zunächst pausieren dürfen die beiden weiteren Teilnehmer der Turnierserie – die TGS Vorwärts Frankfurt und der REV Gottmadingen. Letztere könnten als amtierender Regionalliga-Vize-Meister durchaus wieder ein Wort um die Spitze mitreden. So verpasste das Team vom Bodensee in der abgelaufenen Spielzeit nur aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs den Sprung nach ganz vorne.
Spieltermine der SG Konstanzer REC / ESV Ansbach:
• 26.04. bei der SGR Darmstadt
• 04.07. beim Konstanzer REC
• 12.07. beim REV Gottmadingen
ESV wird Überraschungs-Meister!
Was ist passiert? Mit Titelverteidiger Schweinfurt, Heilsberg und eben der süddeutschen Spielgemeinschaft hatten gleich drei Teams die Saison mit 18 Punkten abgeschlossen. Auch der direkte Vergleich nach Punkten hatte für eine Patt-Situation gesorgt – und damit die bundesweit eingesetzte Liga-Datenbank in die Knie gezwungen. Diese hatte entgegen der offiziellen Rollhockey-Regeln die Tordifferenz aller Saisonspiele als nächstes Kriterium herangezogen.
Folgerichtig wurde der ERV Schweinfurt zum erneuten Champion gekürt. Das Problem: im Regelwerk ist als nächstes Kriterium nicht die allgemeine, sondern die aus den direkten Aufeinandertreffen resultierende Differenz vorgesehen. Die Systemschwäche fiel im Nachgang zum letzten Turniertag nun mit Verspätung auf. Ein spätes Happy End, welches eine 20jährige Durststrecke beendete.
Der ESV Ansbach hatte – alleine oder als Teil einer Spielgemeinschaft – zuletzt 2005 im Ligabetrieb ganz vorne gestanden. Seitdem folgte „lediglich“ die sensationelle Meisterschaft auf Bayerischer Ebene (2013). Ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Titel war die große Widerstandsfähigkeit des Teams. Gleich mehrmals im Saisonverlauf stand die Partie bis zum Schlusspfiff auf Messers Schneide. Als bestes Beispiel und als echter Meilenstein gilt der völlig unerwartete 4:3-Auswärtssieg in Schweinfurt – nach zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand.
Die SG REC Konstanz / ESV Ansbach ist damit bereits im zweiten Jahr des Zusammenschlusses am großen Ziel angekommen. Als nächstes Ziel, gilt die dauerhafte Konkurrenzfähigkeit an der Tabellenspitze. Ein Aufstieg in die bundesweite 2.Bundesliga ist dagegen (vorerst) kein Thema.
Die ESVler in der SG: Bastian Goldhausen (oben, Zweiter von links), Sara Martinez (oben, Mitte), Sven Kirnig (oben, Zweiter von rechts) und Roman Kaas (vorn, Mitte).
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